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Die Trauben

Nach sorgfältiger Arbeit vom Rebschnitt im Winter ( -> s. das Weinjahr) ist es Anfang / Mitte Oktober endlich so weit:

Die Traubenlese steht an!

 

Im Bild:

vollreife Trauben kurz vor der Lese

 

 



Handlese

Fleißige Freunde und Bekannte aus Martinsthal und Umgebung helfen uns oft schon seit Jahren. 

Bei der Lese legen wir großen Wert darauf, dass nur die vollreifen, gesunden Trauben in den Eimer kommen. Nur bei echter Edelfäule, der Botrytis cinerea, geben wir unseren Erntehelfern einen zweiten Eimer mit, in den sie diese Trauben gesondert lesen. Dies macht einen individuellen Weinausbau im Keller möglich.

 

Nachdem die Leser die Trauben in kleine "Büttchen" gelegt haben, werden diese in die "Butt" ausgeleert. Der "Buttenträger" bringt je 5-6 "Büttchen" zum Hänger, auf dem die großen "Bütten" zum Transport ins Weingut stehen.

Sie sehen: ganz traditionell, wie zu Opa's Zeiten - aber hervorragend für die Qualität: Die Trauben werden nicht gequetscht!

 

 


Der Vollernter

Der Vollernter ist seit Jahren ein zuverlässiger Helfer, der uns die Trauben nach Hause zu bringt. Dabei achten wir sorgfältig darauf, dass die Trauben gesund sind. Oftmals lesen wir von Hand zuvor bereits faule Trauben aus.

 

Die Technik ist dabei ganz simpel: Die Beeren werden heruntergeschüttelt und ein großes Gebläse sorgt dafür, dass keine Blätter mit in die Bütten kommen.

 

 

 

 

Traubenannahme




Unser Keller liegt am Hang. Dies hat den großen Vorteil, dass wir die Trauben ohne jedes Pumpen, einfach mittels einer Abkippvorrichtung über ein Rohr 2 Stockwerke nach unten in die Kelter fallen lassen können. Die Trauben kommen dabei fast unverletzt in der Kelter an. 

 

 


Mostgewicht messen

Darauf warten alle ganz gespannt:

Die Messung des so genannten "Mostgewichts", das misst um wie viel der Most schwerer ist, als Wasser. Der Hauptinhaltsstoff ist mit Abstand Zucker. Interessant wird der Most aber erst durch die Vielzahl an Aroma- und Mineralstoffe. Das heißt je höher das Mostgewicht, das in ° Oechsle gemessen wird, desto mehr Zucker, Aroma, Kalium, Calcium,... 

Zur Messung dient entweder ein Standzylinder, in den eine Spindel zur Messung gegeben wird oder ein Refraktometer, wie er im Bild rechts zu sehen ist.

 

 


Die Trester

Die Kelter presst sehr schonend bis max. 1,2 bar Druck mittels eines pneumatischen Drucks. Dabei werden nur der Most und die wertvollen Inhaltsstoffe ausgepresst. Alle Bitterstoffe verbleiben in der Traube. 

 

Zu guter Letzt - nach ca. 1,5 Stunden - muss dann das, was von der Traube noch übrig ist, Trester genannt, auf einen Hänger geschippt werden. Die Trester dienen uns als guter, natürlicher Dünger im Weinberg.

 

 

 

 

 


Herbstschluss

Es ist eine schöne Tradition, dass derjenige, der die letzte Traube abschneidet als "Herbstmuck" gefeiert wird.

 

Hier im Bild:

Unsere langjährigen Erntehelfer und Freunde Anneliese Schröder und Helmut Rausch.